Über uns

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Dieser Blog ist im Rahmen eines Projektes der Stiftung WannseeFORUM entstanden. In der Woche vom 20.06.2016 bis 25.06.2016 trafen sich zwei FaMI-Klassen der Louise-Schroeder-Schule des Oberstufenzentrums für Bürowirtschaft und Verwaltung, um gemeinsam über das Thema „Gesellschaft X.0 – Alles vernetzt?“ zu diskutieren und in unterschiedlichen Gruppen ihre Überlegungen dazu auszuarbeiten. Dabei haben wir aus dem Team „Multimedia“ uns vor allem um unsere eigene Auffassung zu den Begriffen Internetarchäologie, Big Data und Zukunftsperspektiven des Internets befasst.

Text: Lisa Binder

TEAM „Multimedia“

Christin Müller

Eike Gosch

Jakob Ripper

Jenny Karl

Lisa Binder

Nadine Gefeller

Ulrike Wulff

Viktoria Wohlfahrt

Was war, was sein wird …

Die Geschichte des Internets ist noch jung, doch die Anfänge liegen früher, als man denken mag. Nachdem die Sowjetunion 1957 mit dem Projekt Sputnik den Beginn der Raumfahrt einläutete, gab es in den, ob des technischen Fortschritts des Feindes, unter Schock stehenden USA die Bestrebung, mit aller Kraft die eigene Entwicklung voranzutreiben. Ohne näher ins Detail gehen zu wollen, ist die Erfindung des Internets eine direkte Folge der Gründung der ARPA (Advanced Research Projects Agency) und der daraus hervorgegangenen Organisationen und Projekte. Viele Jahre später folgten das bereits in einem anderen Artikel beschriebene Web 1.0 und Anfang der 2000er Jahre schließlich der Übergang ins Web 2.0.

Soviel zum „Was war“ und „Was ist“. Doch was verspricht die Zukunft? Worauf müssen wir uns gefasst machen? Werden wir noch mehr zum gläsernen Menschen, als wir es schon sind? Wie wird zukünftig mit geistigem Eigentum umgegangen? Seit einigen Jahren geistert ein Wort umher, welches den Trend der kommenden Jahre zusammenfast: Smart. Smart Home, Smartwatch, Smartphone, Smart-TV und so weiter. Smart, also schlau, clever, intelligent soll unsere Umwelt werden. Auf der IFA waren „Smart Objects“ in den letzten zwei Jahren der Trend schlechthin. Smartphones sind in ihrer Entwicklung bereits weit fortgeschritten und erfassen längst riesige Datenmengen zu ihren Benutzern – sofern man sich dagegen nicht bewusst schützt. Das Internet der Dinge ist schon längst nicht mehr Zukunftsmusik.

Derzeit wird versucht, so viele Haushaltsgegenstände wie möglich miteinander zu vernetzen. Die Heizung/Klimaanlage soll wissen, wann ich von der Arbeit losfahre und entsprechend die Wohnung auf meine Wunschtemperatur bringen, der Backofen heizt schon vor und wenn gar keine Tiefkühlpizza mehr vorrätig ist, schickt der Gefrierschrank mir eine Mitteilung aufs Handy, sodass ich auf dem Heimweg noch beim Supermarkt vorbeischauen kann. Dieses Szenario lässt sich immer weiterspinnen. Weitere einzubindende Haushaltsgeräte wären die Spül- und Waschmaschine, die Badewanne, elektrische Tür- und Fensteröffner und viele weitere.

Bei allem Komfort und Alltags-Erleichterung, die dieser Wandel mit sich bringt, bestehen auch Gefahren. Natürlich ist es toll, per Überwachungskamera permanent mein Zuhause im Auge zu haben, weil die Aufnahmen von überall abrufbar sind. Doch was passiert, wenn diese Daten in die falschen Hände gelangen? Das muss nicht der böse Konzern sein, der in seinen AGB verankert hat sämtliche Daten für seine Zwecke nutzen zu dürfen, sondern kann ebenso gut durch Datenbankfehler oder gar Hackerangriffe geschehen. Bildmaterial ist natürlich ein sehr drastisches Beispiel, das wohl jeden Betroffenen stören würde. Anders scheint es oft bei Bewegungsprofilen oder Daten zum Kaufverhalten, die vermutlich so abstrakt sind, dass viele Leute damit schlicht nichts anfangen können und auch gar nicht die Muße haben, sich mit derlei Dingen zu befassen. Den Unternehmen ist es recht, denn für sie ist solch Wissen wie bare Münze.

Nachdem wir uns nun tagelang intensiv mit dem Thema Internet auseinandergesetzt haben, hat sich jeder ein eigenes Bild von der Zukunft des Internets gemacht.

Text: Eike Gosch